Geschichtsverbund Thüringen
Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Sa, 13.04.2019., 09.00 Uhr  |  Tagesseminar

Tagesseminar »Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949«

Im Mai 1949 wird in der westlichen ›Trizone‹ die Bundesrepublik gegründet, im Gegenzug folgt im Oktober die Gründung der DDR. Das Tagesseminar nimmt die Zielvorstellungen und Handlungsspielräume der unterschiedlichen Akteur*innen in den Blick. Welche Ziele verfolgten die Alliierten mit der doppelten Staatsgründung? Welche Bedeutung kommt Adenauers Politik der Westintegration dabei zu? Präferierte Stalin ein neutrales Gesamtdeutschland? Und inwieweit war die deutsche Einheit eine realistische Option im aufziehenden Kalten Krieg?
 
Programm

9.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Franz-Josef Schlichting (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) und Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller (Stiftung Ettersberg)
9.30 Uhr »Wie es zur deutschen Teilung kam«
Prof. Dr. Wolfgang Benz (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin)
10.30 Uhr »Truman und der Marshall-Plan: Wirtschaftshilfe für den Wiederaufbau Westdeutschlands?«
PD Dr.Tim Schanetzky (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
11.30 Uhr Kaffeepause
12.00 Uhr »Stalin und die SBZ: Ungeliebtes Kind oder Sozialismus in einem halben Land?«
PD Dr. Elke Scherstjanoi (IfZ Berlin)
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr »Adenauer und die Westintegration der westlichen Besatzungszonen«
Dr. Tim Geiger (IfZ Berlin)
15.00 Uhr Kaffeepause
15.30 Uhr »Ulbricht und die Integration der DDR in den Machtbereich der Sowjetunion«
Prof. Dr. Hermann Wentker (IfZ Berlin)
16.30 Uhr »Die deutsche Teilung in Satire und politischem Witz in Ost und West«
Prof. Dr. Gerd Dietrich (Humboldt-Universität zu Berlin)
ca. 17:30 Ende des Tagesseminars
 
Im Anschluss besteht noch die Möglichkeit, an einer Führung durch die Dauerausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße teilzunehmen.
 
Die Teilnahme am Tagesseminar ist nur nach Anmeldung möglich. Anmeldungen nimmt Katharina Schwinde (schwinde@stiftung-ettersberg.de) entgegen.
 
Die Tagung ist eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.