Geschichtsverbund Thüringen
Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Do, 27.04.2017., 19.00 Uhr  |  Vortrag

Täuschen und Vertuschen. Die Mauertoten und das MfS

Menschen, die die DDR verlassen wollten, galten nach Auffassung des SED-Regimes als Feinde, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen galt. Mindestens 136 Menschen starben so bei dem Versuch, die Berliner Mauer zu überwinden. Die Anzahl der Todesopfer entlang der gesamten innerdeutschen Grenze lag noch um ein Vielfaches höher. Forscher gehen von insgesamt 900 Toten bis zur Grenzöffnung aus.

Bis heute sind genaue Zahlen schwierig zu ermitteln, da die Staatssicherheit versuchte, viele Todesfälle an der Grenze zu vertuschen. Die politischen Bemühungen des SED-Staates um internationale Anerkennung sollten durch die zahlreichen Grenzopfer nicht ausgebremst werden.

Stasi-Unterlagen aus den frühen 1970er Jahren belegen einige dieser Verschleierungsmaßnahmen des DDR-Geheimdienstes.

Wie und in welchem Umfang die Stasi Vertuschungsmaßnahmen ergriffen hat, beschreibt Dr. Christian Booß (BStU).

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der BStU, Außenstelle Erfurt statt.