Geschichtsverbund Thüringen
Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht! Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre

Bis zum 31. März 2017 zeigt der Verein Gedenkstätte Amthordurchgang die Sonderausstellung „Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht! Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre“.

Die Plakatausstellung zeichnet die Geschichte der Frauenbewegung in der DDR seit Anfang der 80er Jahre nach. Damals gründeten Frauen im Osten Deutschlands Oppositionsgruppen, die sich DDR-weit vernetzen und mit Protestaktionen die Öffentlichkeit suchten. Sie stellten sich dem SED-Regime entgegen und wehrten sich gegen die zunehmende Militarisierung aller Lebensbereiche.

 

Dieser Zusammenschluss ostdeutscher Frauen ist Teil der europäischen Friedensbewegung. Über Ländergrenzen und Militärblöcke hinweg verbündeten sich Frauen in einer Protestbewegung gegen atomare Aufrüstung und Krieg.

 

Gleichzeitig suchten die Frauen Antworten auf Umwelt- und Menschenrechtsfragen. Sie hinterfragten die scheinbare Gleichberechtigung in der DDR und prangerten Willkür und Repressionen an. Damals entwickelte sich eine Frauenbewegung in der DDR, die am Entstehen der Bürgerbewegung und der Freiheitsrevolution von 1989 beteiligt war.

 

Die Ausstellung wird von der Robert-Havemann-Gesellschaft herausgegeben, gefördert durch Mittel der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Die Sonderausstellung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Höhere Gewalt – Frauen in der DDR“.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.