Geschichtsverbund Thüringen
Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Von Liebe und Zorn. Jung Sein in der Diktatur – Sonderausstellung

Vor etwa 30 Jahren träumten „Barry“, „Fetzer“ und ihre Erfurter Freundinnen und Freunde von einer besseren Welt in Liebe und Toleranz. Sie träumten von San Francisco und Paris. Und von Pink-Floyd-Konzerten. Denn es gab eine Mauer, die sie von all dem trennte. Hinter dieser Mauer waren solche Hippie-Träume verdächtig, vor allem, wenn man versuchte so zu leben, den Mut hatte ANDERS zu SEIN.

 

Der Erfurter Freundeskreis lebte in einer Diktatur, die Jugendliche zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ erziehen wollte. Aber die vorgegeben Helden konnten sie nicht begeistern, ebenso wenig wie die vom Staat verordnete Lebensweise und Kulturpolitik.

 

Die Ausstellung erzählt ihre Geschichte(n), zeigt auf, wie sie versuchten, im DDR-Alltag ihr ANDERS SEIN zu leben und deshalb Einschränkungen bis hin zu harten Repressionsmaßnahmen erleben mussten. Die Erlebnisse des Freundeskreises werden hauptsächlich in der sie prägenden Jugendzeit, von 1973 bis 1983, dargestellt. Erstmals gezeigte Privatfotos, persönliche Dokumente und Stasiakten-Auszüge lassen die Geschichte(n) der Protagonisten und den Alltag in der Diktatur lebendig.

 

Die Ausstellung wurde gefördert mit den Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie von Einrichtungen des Landes Thüringen. Sie wird vom Verein „Gegen Vergessen. Für Demokratie e.V. – Regionale Arbeitsgruppe Thüringen“ präsentiert und betreut.

 

Zeit: 29.08.2017 – 15.12.2017

 

Montag – Donnerstag 8.00 – 17.00 Uhr

Freitag 8.00 – 15.00 Uhr

 

Ort: BStU-Außenstelle Gera, Haus 3
Hermann-Drechsler-Str. 1, 07548 Gera