Geschichtsverbund Thüringen
Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mi, 04.10.2017., 16.00 Uhr  |  Aufgegriffen: Geschichten aus den Stasi-Akten

Geheime Wohnungsdurchsuchungen

Führung und Lesung

 

Schlüssel entwenden und kopieren oder sich mit Werkzeugen Zugang zu Wohnungen verschaffen: Geheime Wohnungsdurchsuchungen gehörten zu den Arbeitsmethoden der DDR-Staatssicherheit. Sie plante diese akribisch und beobachtete im Vorfeld die Betroffenen und ihr Umfeld – und das, obwohl die Verfassung der DDR die Unverletzbarkeit der Wohnung garantierte. Während die einen Stasi-Mitarbeiter die Zugangswege sicherten, durchsuchten andere die Räumlichkeiten, fotografierten und dokumentierten die Ergebnisse und sicherten Beweise.

 

Die Außenstelle Gera des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) lädt am Mittwoch, 4. Oktober 2017, ab 16.00 Uhr zur Führung und Lesung in ihr Archiv ein. Im Rahmen der Archivführung haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, einen Eindruck von den Stasi-Hinterlassenschaften im ehemaligen Bezirk Gera zu gewinnen und sich über die geheimpolizeiliche Arbeit in ihrer Region zu informieren. Gemeinsam wird unter anderem ein Blick in die ehemalige Postkontrolle geworfen, wo über 500.000 Personen mit ihren Adressen und Zuschriften erfasst sind.

 

Im Anschluss findet die Lesung „Geheime Wohnungsdurchsuchung“ aus der Veranstaltungsreihe „Aufgegriffen: Geschichten aus den Stasi-Akten“ statt.

 

Zeit: Mittwoch, 4. Oktober 2017
16.00 Uhr „Unterwegs im Stasi-Unterlagen-Archiv“ Führun

17.00 Uhr „Geheime Wohnungsdurchsuchungen“ Lesung

 

Ort: BStU-Außenstelle Gera, Haus 3
Hermann-Drechsler-Str. 1, 07548 Gera

 

Der Eintritt ist frei.