Geschichtsverbund Thüringen
Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mo, 11.09.2017., 18.00 Uhr  |  Dokumentarfilm mit anschließender Diskussion

Ein deutsches Leben

Der Verein Gedenkstätte Amthordurchgang, das METROPOL Gera und die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen laden am Montag, dem 11.09.2017 um 18:00 Uhr zur Filmvorführung „Ein deutsches Leben“ in die Leipziger Straße 24 (METROPOL-Kino Gera) ein. Im Anschluss an den Film findet in Anwesenheit des Regisseurs Olaf S. Müller ein Filmgespräch statt, moderiert von Frank Karbstein.

Der Film „Ein deutsches Leben“ handelt von Brunhilde Pomsel. Sie war die Sekretärin von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels und eine der letzten Zeitzeuginnen, die aus dem Machtzentrum des Nazi-Regimes berichten konnten. Mit 103 Jahren hat sich Brunhilde Pomsel der Kamera gestellt. Mit wachem Verstand erzählt die betagte Dame von damals. Redet über ihren Chef und ihr Wissen über die Existenz von KZs. Über die Frage von Schuld. Und die Unfähigkeit zum Widerstand. Kontrastiert werden die Interview-Passagen durch Archiv-Material: Von Ausschnitten aus Nazi-Propaganda-Werken bis zu Bildern der Befreiung der Konzentrationslager. Als „Warnung an die heutige und künftige Generationen“ wollte Pomsel ihre Lebenserinnerungen verstanden wissen. Die überaus gelungene, zu Diskussionen über Moral und Menschlichkeit anregende Doku ist zugleich ihr letztes Zeugnis. Am 27. Januar 2017 ist Pomsel im Alter von 106 Jahren verstorben. Ihr Vermächtnis könnte lauten: „Make Verantwortung great again“.

 

Infos zum Film:

„Ein deutsches Leben“

Ö / D 2016, 113 Minuten

Regie: Christian Krönes, Olaf S. Müller, Roland Schrotthofer, Florian Weigensamer

Darsteller: Brunhilde Pomsel