Geschichtsverbund Thüringen
Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mi, 06.12.2017., 16.00 Uhr  |  Aufgegriffen: Geschichten aus den Stasi-Akten

Die Stasi-Überwachung am Hermsdorfer Kreuz

Führung und Lesung

 

Die Raststätte am Hermsdorfer Kreuz war in der DDR-Zeit ein beliebter Treff für Menschen aus Ost- und Westdeutschland und somit ein wichtiger Überwachungspunkt der Stasi. Dort kamen DDR-Bürger mit Verwandten aus der BRD beziehungsweise ausgereisten Freunden und Bekannten zusammen, die nur ein Transitvisum, aber keine Aufenthaltserlaubnis bekommen konnten. Man tauschte Neuigkeiten und gelegentlich auch Geschenke aus. Die Stasi dokumentierte derartige Aktivitäten umfassend.

 

Die Außenstelle Gera des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) lädt am Mittwoch, 6. Dezember 2017, ab 16.00 Uhr zur Führung und Lesung in ihr Archiv ein. In einer Archivführung haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, einen Eindruck von den Stasi-Hinterlassenschaften im ehemaligen Bezirk Gera zu gewinnen und sich über die geheimpolizeiliche Arbeit in ihrer Region zu informieren. Gemeinsam wird unter anderem ein Blick in die ehemalige Postkontrolle geworfen, in der über 500.000 Personen mit ihren Adressen und Zuschriften erfasst sind.

 

Im Anschluss findet die Lesung „Überwachung am Hermsdorfer Kreuz“ aus der Veranstaltungsreihe „Aufgegriffen: Geschichten aus den Stasi-Akten“ statt.

 

Zeit: Mittwoch, 6. Dezember 2017

 

16.00 Uhr „Unterwegs im Stasi-Unterlagen-Archiv“ Führung
17.00 Uhr „Überwachung am Hermsdorfer Kreuz“ Lesung

 

Ort: BStU-Außenstelle Gera, Haus 3
Hermann-Drechsler-Str. 1, 07548 Gera
Der Eintritt ist frei.