Geschichtsverbund Thüringen
Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Ausgabe 4/2016 der Zeitschrift »Gerbergasse 18« erschienen

Geschichtliche Zusammenhänge ereignen sich laut Karl Marx zweimal: zuerst als Tragödie, dann als Farce. Dennoch suchen viele Menschen in der Vergangenheit nach »Vergleichsobjekten«, um daraus Lehren für die Gestaltung der Gegenwart oder der vermeintlichen Zukunft zu ziehen. Kann also aus der Geschichte gelernt werden? Die neue Ausgabe 4/2016 der »Gerbergasse 18« beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt »Korea«. Dabei erweist sich die Problematik des Lernens aus der Geschichte als akut, ist die koreanische Halbinsel doch seit 1948 in Nord- und Südkorea geteilt. Bis heute stehen sich diese beiden Länder unversöhnlich gegenüber. Ein Vergleich mit der deutschen Teilungsgeschichte im 20. Jahrhundert bietet sich an, genauso wie die Frage, welche Lehren aus der Deutschen Einheit für die aktuelle Situation in Korea gezogen werden können. Aber nicht nur Gemeinsamkeiten, auch Unterschiede werden in der neuen »Gerbergasse 18« diskutiert: Beispielsweise der Umstand, dass es in Korea nicht bei einem »kalten« Krieg geblieben ist, was sich bis heute auf die Wiedervereinigungsbestrebungen auswirkt.

 

Weitere Themen in der neuen »Gerbergasse 18« sind unter anderem der staatlich organisierte DDR-Waffenhandel, die Beobachtung von Motorsport-Wettkämpfen im tschechoslowakischen Brünn durch die Stasi sowie die Frage »Wie subversiv waren die Digedags?«.

 

Das Inhaltsverzeichnis und einige Leseproben sind hier abrufbar, zudem können Sie das Heft über das Kontaktformular bestellen. Die Ausgabe 4/2016 der »Gerbergasse 18« ist zudem ab sofort im Jenaer Buchhandel erhältlich.